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Tanja Baumann

Fitness- Beratung

Fitness-
Weltmeisterin
Tanja Baumann

Interview: SonntagsBlick -
«Ich Habe die Knochen einer 80-Jährigen»

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Ich bin vor allem in Extremsituationen stark und kann über die Grenzen gehen.»
Tanja Baumann verbiegt ihren athletischen Körper
Tanja Baumann verbiegt ihren athletischen Körper. Als Jugendliche wog sie nur noch 26 Kilogramm - akute Lebensgefahr!

Inhalt:

  1. Rückblende
  2. Der Sport
  3. 2004 - Schwangerschaft
  4. Osteoporose (Knochenschwund) und
    ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitstörung)
  5. Ein Vorbild für andere sein

Erst magersüchtig, dann Weltmeisterin. Später schwer krank, jetst das Comeback als Sportlerin. Das unglaubliche leben der Tanja Baumann.

Anfang Juni, in Baden bei Wien. Beim Wettkampf zur Miss Fitness Universe 2012 belegt Tanja Baumann den neunten Rang.

Für eine zweifache Weltmeisterin auf den ersten Blick eine Enttäuschung, trotzdem strahlt Baumann.

Denn die Zürcherin hat sich bewiesen, was mit Willen alles erreichbar ist.

Wer ihre Lebens- und Krankengeschichte kennt, der kann erahnen, wie glücklich sie an diesem Abend des 9. Juni im Osten Österreichs gewesen sein muss.

Die 38-Jährige trägt eine dicke Krankenakte mit sich: Magersucht, Depressionen, Osteoporose, ADHS.

Dass Baumann heute noch professionell Sport treiben kann, grenzt an ein Wunder.


Rückblende. Bereits mit elf Jahren wird Tanja Baumann magersüchtig. Sie kann die hohen Ansprüche an sich selbst nicht erfüllen, fängt an zu hungern.

Die Diagnose der Ärzte: «Baumann hat Anorexie und ist klinisch depressiv».
Bei einer Körpergrösse von 1,52 Meter wiegt sie nur noch 26 Kilogramm.
Akute Lebensgefahr!

Mit 15 Jahren gehts aufwärts. «"Ich stand auf dem Balkon», erinnert sich Baumann. «Der Himmel war schwarz, doch es gab einen kleinen, blauen Flecken.
Da sagte ich mir: Denk positiv, du schaffst es.»

Bei der Wahl zur Miss Fitness Universe belegte Tanja Baumann dieses Jahr den neunten Rang
Bei der Wahl zur Miss Fitness Universe belegte
Tanja Baumann dieses Jahr den neunten Rang.


Der Sport hilft ihr dabei. «Durchs Training wurde ich im Kopf frei. Ich trainierte damals exrrem viel. Der Sport war mein Beruf, meine Leidenschaft, mein Leben.»
Selbst an Feiertagen wie Weihnachten ging sie ins Training.
Dass sie dadurch einsam war, nahm sie in Kauf.

Diese Disziplin zahlte sich aus. Baumann wurde 1998 und 99 Fitness-Weltmeisterin, 2000 Miss Millennium Fitness.

Die Erfolge und das Rampenlicht brachten ihr zwar Bestätigung und Genugtuung ein, die Essstörungen und die Selbstzweifel aber blieben.

Sie, die damals Traummasse hatte und in den Medien dank ihrer Doppel-D-Oberweite als Sexsymbol gefeiert wurde, fand sich selbst nicht schon. Immer hatte sie das Gefühl, sie sei nicht gut genug.


2004 wird Baumann schwanger. Vom einen aufden anderen Tag sind ihre Essstörungen vorbei, dafür tauchen neue Probleme auf. Glücklich Rücken an Rücken: Tanja Baumann mit ihrem Sohn Jason
Glücklich Rücken an Rücken: Tanja Baumann mit
ihrem Sohn Jason, der 2004 zur Welt kam.
Im sechsten Schwangerschaftsmonat trennt sich das Paar. Und als sie Sohn Jason gebert, kommen gesundheitliche Beschwerden hinzu.

Baumann hat extreme Schmerzen, ihre Bänder sind überbeweglich, immer wieder springen ihr die Kniescheiben raus. Die Zürcherin kann monatelang nur noch an Krücken laufen, selbst eine Pfanne kann sie nicht mehr halten.

Die alleinerziehende Mutter macht eine schwierige Zeit durch. Nur dank der finanziellen Unterstützung ihrer Eltern hält sie sich über Wasser.


2010 erhält sie endlich die Antwort auf ihre gesundheitlichen Probleme. Bei ihr wird Osteoporose, Knochenschwund, diagnostiziert. Eine unmittelbare Folge ihrer jahrelangen Magersucht.
«Ich habe heute die Knochen einer 80-jährigen Oma», erklärt Baumann, bei der in diesem Jahr auch noch die Aufmerksamkeitsdefizitstörung ADHS festgestellt wurde.

Trotz dieser Beschwerden wagt Baumann diesen Frühling ihr Comeback. «Das Training ist gut für meine Knochen», erklärt sie und sieht sogar Positives in ihrer Krankheit. «Ohne ADHS wäre ich nicht Weltmeisterin geworden. Ich bin vor allem in Extremsituationen stark und kann über die Grenzen gehen. Das ist meine grosse Stärke.»


Baumann will dabei auch ein Vorbild für andere sein. Deshalb redet sie offen über ihre schwierige Vergangenheit. «Wenn wegen meiner Geschichte nur eine Frau eine Knochendichtemessung macht oder ein Mädchen einen Ausweg aus ihrer Magersucht findet, hat es sich schon gelohnt.»

Mitleid will Baumann keines haben. «Warum auch?», fragt sie. «Mir geht es heute mit 38 Jahren so gut wie noch nie.»

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Erste Ausgabe: © SonntagsBlick 24. Juni 2012, Text: Daniel Leu, Fotos: Kilian J. Kessler

© Tanja Baumann 1996 - 2017